Monatliche Leistungen der Pflegeversicherung SGB XI

Sachleistung häusliche Pflege

Pflegestufe I468 Euro
Pflegestufe II1.144 EUR
Pflegestufe III1.612 Euro
Sachleistung bei außergewöhnlich hohem Pflegeaufwand1.995 Euro

Pflegegeld bei häuslicher Pflege durch Angehörige

Pflegestufe I244 Euro
Pflegestufe II458 Euro
Pflegestufe III728 Euro
bei Verhinderung der Pflegepersonmaximal 1.612 Euro (jährlich)

Teilstationäre Pflege

Tages-/Nachtpflege Pflegestufe I468 Euro
Tages-/Nachtpflege Pflegestufe II1.144 Euro
Tages-/Nachtpflege Pflegestufe III1.612 Euro
Kurzzeitpflege1.612 Euro jährlich
Ergänzende Leistung bei erheblichem allgemeinen Betreuungsaufwandmaximal 208 Euro (monatlich)

Vollstationäre Pflege

Pflegestufe I1.064 Euro
Pflegestufe II1.330 Euro
Pflegestufe III1.612 Euro
Härtefälle1.995 Euro

Sachleistungen für Versicherte mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz

Pflegestufe 0231 EUR
Pflegestufe I689 Euro
Pflegestufe II1.298 Euro
Pflegestufe III1.612 Euro

Pflegegeld für Versicherte mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz

Pflegestufe 0123 Euro
Pflegestufe I316 Euro
Pflegestufe II545 Euro
Pflegestufe III728 Euro

Erläuterungen

Ist eine Betreuung durch Angehörige nicht oder nicht vollständig möglich, können ambulante Pflegedienste die Pflege übernehmen. Deren Einsatz wird von den Pflegekassen als sogenannte Sachleistung gestaffelt nach Pflegestufen übernommen.

Pflegegeld für die private Betreuung und Pflegesachleistung für den Pflegedienst können miteinander kombiniert werden. Ist eine häusliche Betreuung entweder tagsüber oder nachts nicht im erforderlichen Maße sichergestellt, trägt die Pflegekasse die Kosten für die Tages- bzw. Nachtpflege in einer teilstationären Einrichtung. Wenn auch diese Kombination nicht mehr möglich ist, haben Pflegebedürftige Anspruch auf vollstationäre Pflege. Unterkunft und Verpflegung muss der Heimbewohner in der stationären Betreuung selbst bezahlen.

Seit dem 1. Januar 2015 können Leistungen der Kurzzeit- und der Verhinderungspflege auch kombiniert werden. Wenn eine Pflegeperson beispielsweise verhindert ist, und der Pflegebedürftige seine Leistungen aus der Kurzzeitpflege nicht aufgebraucht hat, kann er diese bis zur Hälfte (also 806 Euro und insgesamt somit maximal 2.424 Euro jährlich) für die Verhinderungspflege einsetzen. Nicht genutzte Leistungen aus der Verhinderungspflege können seit 2015 sogar komplett in der Kurzzeitpflege eingesetzt werden. Pflegebedürftige können somit bis zu 3.224 Euro in der Kurzzeitpflege nutzen.

Angehörige, die mehr als 14 Stunden in der Woche pflegen, sind automatisch renten- und unfallversichert. Fallen betreuende Angehörige wegen Krankheit oder Urlaub aus, übernimmt die Pflegekasse die Aufwendungen für eine Ersatzpflegekraft in Höhe von bis zu 1.612 Euro jährlich (Verhinderungspflege).

Seit dem 1. Januar 2015 können zudem alle Pflegebedürftigen in der häuslichen Pflege einen monatlichen Zuschuss von 104 Euro für zusätzliche Betreuungsleistungen beantragen. Pflegebedürftige mit erheblich eingeschränkter Alttagskompetenz erhalten dafür sogar 208 Euro pro Monat.